Ein ganz drängendes Problem ist der vielfach diskutierte Klimawandel. Der Klimawandel hängt mit dem Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) zusammen, der bei jedem Verbrennungsprozess zur Energiegewinnung entsteht, wie z.B. beim Autofahren, beim Heizen, bei der Stromerzeugung in Heizkraftwerken. Das CO2 und andere Treibhausgase bewirken eine Erwärmung der Erdatmosphäre mit globalen, d.h. weltweiten Auswirkungen, wie Dürren, Überschwemmungen, Stürmen und ähnlichen Naturkatastrophen. Kohlendioxid entsteht aber auch beim Atmen.
Das Gebot der Stunde ist die Verringerung des CO2-Ausstoßes und da man knapp 6,6 Milliarden Menschen (laut Deutsche Stiftung Weltbevölkerung) und jeder Menge anderer Lebewesen das Atmen nicht verbieten kann, muss die Reduktion auf anderer Ebene erreicht werden.
Was ist den nun eigentlich das Hauptproblem an diesen Energiegewinnungsprozessen? Das Problem besteht darin, dass fossile Rohstoffe wie Erdöl, Erdgas, Kohle als Energieträger verbrannt werden.
Pflanzen, die vor Jahrmillionen durch Photosynthese aus Licht, Kohlendioxid und Nährstoffen Energie speicherten, wurden von Sedimenten überdeckt und unter Druck und ohne Sauerstoff entstanden im Laufe der Zeit die fossilen Brennstoffe. Das CO2 wurde vor Jahrmillionen aus dem „Gaskreislauf“ genommen, bzw. es wurde erstmal Sauerstoff produziert und damit eine atembare Luft erzeugt. Nun wird es heute wieder zusätzlich eingebracht, mit den bekannten Auswirkungen. Dieser Vorgang ist darum nicht klimaneutral, sondern klimaschädigend.
Ein Schritt wäre, die Energiegewinnung aus Verbrennungsprozessen durch Energiegewinnung, bei der keine Abgase entstehen, zu ersetzen. Dies ist bei der Nutzung der Sonnenenergie (Sonnenkollektoren zur Warmwassererzeugung und Photovoltaik), Wind- und Wasserkraft und Geothermie (Erdwärme, Wärmepumpen) der Fall. Eine verstärkte Nutzung solcher erneuerbaren Energie ist zu befürworten.
Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung von Biomasse, dass sind kohlenstoffhaltige, organische Substanzen von lebenden, toten oder zersetzten Organismen (Pflanzen, Tiere, Menschen). Durch die energetische Umwandlung wird nicht mehr CO2 frei, als die Pflanze zuvor gebunden hat. Die Pflanze liefert jetzt entweder direkt Energie (z.B. Holz verbrennen) oder indirekt über die Nahrungskette und Ausscheidungen (Methangärung von Klärschlamm oder Gülle). Durch die zeitliche Nähe von CO2 – Aufnahme und CO2 – Abgabe ist dieser Vorgang klimaneutral.
Vor allem diejenigen unter uns, die ans Bauen, oder an Modernisierung und Heizungsaustausch denken, könnten damit was für unsere Umwelt tun.
In Zeiten der ständigen Teuerung fossiler Energieträger werden eventuelle höhere Anschaffungskosten bei alternativen Heizungslösungen durch niedrigere Unterhaltskosten auszahlen, so dass am Ende der Nutzungszeit eine große Ersparnis steht.
Damit sind Sie ein Gewinner, aber auch die Natur und Ihre / unsere Nachfahren.
Im kommenden Heft möchte ich auf die kleinen alltäglichen Dinge des Lebens eingehen, und wie bei gleichem Nutzen Kosten gespart werden können und die Umwelt profitiert.
Bis dahin viel Frohsinn, auf Wiederlesen.
Ihr Marco Westphal
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